5 Mindset Qualitäten für Lacrossepieler

#1 Durchhaltevermögen

Durchhaltevermögen ist die Qualität immer weiterzumachen – auch bei Rückschlägen. Einfach durchzuziehen bis das Ziel erreicht ist oder das Spiel vorbei.

Ob im Gym oder auf dem Feld – du willst dieser Athlet sein. Der Spieler, der sein Ziel weiter verfolgt und weiterkämpft, egal was das Scoreboard sagt.

Einfach weiter ballern.

Insbesondere im Lacrosse, wo innerhalb weniger Minuten viele Tore fallen können, ist dies eine Qualität die dich von der Masse absetzt.

Denk an Rocky Balboa, der immer weitermacht, auch wenn er nur kassiert. Wie schwierig ist es jemanden zu schlagen, der nie aufgibt?

Ich erinnere mich an viele Spiele, wo wir mit den Münster Mohawks oder der Spanischen Nationalmannschaft als Underdog aufgelaufen sind und es dem Gegner unglaublich schwer gemacht haben. Wenn man alles gegeben hat, fühlt sich eine Niederlage weniger schlimm an.

#2 Positiver Realismus

Positiv zu sein ist ein weiterer integraler und intrisischer Aspekt im richtigen Mindset. Allerdings ist es wichtig seinen Optimismus mit ein wenig Realismus zu kontrollieren.

Nicht jede Situation, die du auf Lacrosse Wettbewerbsniveau vorfindest, wird positiv sein. Eine aufgeblasenes „Alles-ist-positiv“ Mindset wird dir nicht weiterhelfen.

Also, positiver Realismus ist die Fähigkeit das Beste aus einer schlechten Situation oder Herausforderung zu machen und dabei basierend auf deinen Umständen realistisch zu analysieren und zu agieren .

Bei Lacrosse kann das zum Beispiel sein, dass Athleten die Zeichen ihres Körpers ignorieren. Schmerzen zu akzeptieren und nicht weiterzuspielen wird als negativ gesehen. Man spielt weiter und macht sich das verdrehte Knie oder den lädierten Arm weiter kaputt ohne einen Arzt zu konsultieren.

In solchen Situationen kann es helfen realistisch zu sein und zu wissen, wann es genug ist. Es gibt nichts Positives daran heute zu gewinnen und sich für lange Zeit zu verletzen.

Hier sollte dennoch angemerkt werden, dass es selbstverständlich ist, dass man beim Lacrosse auch mal einen blauen Fleck abbekommt oder ordentlich umgescheppert wird. Das resultiert normalerweise aber nicht in einer langwierigen Verletzung, sodass man hier #1 anwenden sollte.

#3 Bescheidenheit

Bescheidenheit ist die Kunst hungrig auf Verbesserung zu bleiben. Ein bescheidender Lacrossespieler ist jemand der Selbstbewusst in seinem Mindset ist, aber immer realistisch in der Bewertung seiner Stärken und Schwächen. Bescheidene Athleten wissen wo sie stehen und über- oder unterschätzen ihre Fähigkeiten nicht.

Wenn du Bescheidenheit übst, wirst du eine intrinsisch motivierte Person. Du wirst danach streben dich zu verbessern und deine Ziele zu erreichen – nicht für äußere Bestätigung sondern nur für deinen Wunsch als Athlet und Person besser zu werden.

Genau das ist die Essenz des Wettbewerbsgeist. Das ist die Motivation die dich immer weiter Trainieren lässt – egal was kommt!

Ich erinnere mich an meine ersten Teilnahmen an den Meisterschaftsendrunden mit Hamburg. Dick auf Facebook gepostet, wie geil ich doch bin, weil ich zu den Deutschen Meisterschaften fahre:

When I started to play lacrosse in my new club in Hamburg about 7 month ago I never thought I’d be playing on a German National Lacrosse Level any time soon, but that’s where a great program, great teammates and hard work takes you. Blessed to play in the German National Final Four in Cologne this weekend. Hamburg Warriors are ready, I’m ready. #blackandyellow #warriorstrong

Meine Facebookpage 2013


In der Retroperspektive war das einfach ein Ego push. Ich wollte allen zeigen, dass ich es zu etwas geschafft habe. Im Finale haben wir dann gegen Stuttgart verloren und ich hatte kaum Spielzeit. Mehr Bescheidenheit hätte mir da viel besser getan.

#4 Verletzlichkeit

Verletzlichkeit ist nicht die Qualität, welche die Meisten mit einem unverwundbaren Mindset verbinden würden. Eine verletzliche Person ist jemand die keine Angst davor zu scheitern und diesen Misserfolg mit anderen zu teilen.

Verletzliche Personen haben realisiert, dass sie mehr von Zeiten des Scheitern lernen als von ihren Erfolgen. Sie haben keine Angst davor vorurteilsfrei einen neuen Trainingsansatz zu probieren. Sie wissen, dass es wichtig ist, sich zu verändern und zu entwickeln, wenn sie älter werden oder ihre Ziele sich ausweiten. Außerdem sind sie gewillt Hilfe zu suchen, um das Beste aus ihnen selbst herauszuholen.

Während Verletzlichkeit oft als Zeichen von Schwäche gesehen wird, ist es eigentlich das Gegenteil. Verletzlich zu sein erlaubt dir deine Entschlossenheit zu stärken, weil wir können nicht wirklich besser werden bis wir die Bereiche anerkennen wo wir schwach sind.

Deine Verwundbarkeiten aufzudecken stellt sicher, dass du nie zu selbstsicher oder anmaßend wirst. Sie werden dich immer daran erinnern woher du kamst und wie hart du arbeiten musstest um dorthin zu kommen wo du jetzt bist. Nichts anderes kreiert ein stählernderes und entschlossenderes Mindest.

Für mich gab es einen profunden Verletzlichkeits Momente im Frühjar 2016 des Meisterschaftsjahres. Ich wollte als Mittelfedspieler mehr Offense spielen und Tore schießen. Letztenendes habe ich aber erkannt, dass ich dort einfah noch nicht bin. Stattdessen habe ich mich auf die Position als D-Middie konzentriert und mit Jake, Fitz und T in der Defense ordentlich rasiert und die Transition gepushed. Kein Tor gemacht und trotzdem Deutcher Meister. Who cares?

#5 Kein Bedauern – No regrets

Wie oft hast du schon an einem Lacrossewettkampf teilgenommen und dir gewünscht du hättest mehr trainiert? Oder ein Spiel beendet und gewünscht du hättest dich noch mehr reingehängt?

Für viele Athleten kommt das regelmäßig vor. Das ist scheiße, denn Bedauern ist eine mächtige und zerstörerische Emotion.

Wenn du dich also vorbereitest und gegen andere antrittst, musst du den Mut haben dir selber diese Frage wahr zu beantworten: „Bin ich zufrieden damit alles gegeben zu habe was ich geben wollte, um mein Ziel zu erreichen?“

Genau wie im Leben, Gamedays sind nicht endlos und sie sind sicher auch keine Aufwärmübung. Make every opportunity count. Kontrollier das was du beeinflussen kannst: Tue alles was du tun kannst um dein Ziel zu erreichen. Jammer nicht rum darüber was hätte sein können, wenn dies und jenes passiert werde. (z..B. wenn die Refs besser gewesen wären).

Wenn dich das Thema Mentalität im Sport interessiert kann ich dir folgendes Buch dazu empfehlen (gibt’s leider nur in Englisch):

„In Mind Gym, noted sports psychology consultant Gary Mack explains how your mind influences your performance on the field or on the court as much as your physical skill does, if not more so. Through forty accessible lessons and inspirational anecdotes from prominent athletes–many of whom he has worked with–you will learn the same techniques and exercises Mack uses to help elite athletes build mental „muscle.“ Mind Gym will give you the „head edge“ over the competition.“


Dir hat der Artikel weitergeholfen? Dann melde dich für unseren DLAXT Newsletter an, um keinen Weiteren zu verpassen.

Wenn du dich heute großzügig fühlst, kannst du unsere Arbeit mit einem Kaffee unterstützen. Wir freuen uns aber auch über Feedback oder ein Dankeschön an dlaxt@outlook.de 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.